Chemnitz wird von zwei Autobahnen durchzogen. Durch das nordwestliche Stadtgebiet führt als Ost-West-Achse die A 4 Erfurt – Dresden, welche am Kreuz Chemnitz mit der von Hof durch die westlich gelegenen Stadtteile kommende A 72 trifft. Die Weiterführung der A 72 nach Leipzig befindet sich im Bau. Im Chemnitzer Stadtgebiet gibt es acht Anschlussstellen zu den beiden Autobahnen. Die Bundesstraße 174 zwischen Chemnitz und Komotau über Zschopau, Marienberg und Hirtstein ist teilweise vierstreifig ausgebaut, der Ausbau innerhalb der Stadt steht bevor. Durch das Chemnitzer Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 95, B 107, B 169, B 173 und B 174. Sämtliche Bundesstraßen bilden den südöstlichen Teil des sogenannten Cityrings, welcher das Stadtzentrum vollständig umschließt. Der Südring soll in nordöstlicher und nordwestlicher Richtung verlängert werden, so dass in Zukunft der Verkehr aus Richtung Erzgebirge über diese Verbindung zur Autobahn A4 geführt werden kann. Eine Verbindung mit der westlich der Stadt liegenden A72 ist bereits vorhanden. Die Idee von zwei Stadtringen um das historische Zentrum wurde im frühen 20. Jahrhundert geboren. Bis heute konnte keiner der beiden Ringe verwirklicht werden. Es existieren ein Teilstück des so genannten Innenstadtrings im Bereich zwischen Zschopauer- und Zwickauer Straße sowie ein größerer Teil des äußeren Stadtringes, dem Südring weiter stadtauswärts. Seit der Fertigstellung der Chemnitz-Riesaer Eisenbahn 1852 ist die Stadt über Riesa mit der Eisenbahn an die beiden anderen sächsischen Großstädte Leipzig und Dresden angeschlossen. 1858 folgte die Erweiterung der Bahnstrecke nach Zwickau, hinzu kamen in der Folgezeit weitere Bahnstrecken nach Annaberg 1866, nach Dresden und Hainichen 1869, nach Leipzig und Limbach 1872, nach Aue und nach Marienberg/Reitzenhain 1875, nach Stollberg 1895 und 1902 nach Wechselburg und Rochlitz. 1903 folgte die für den Güterbahnverkehr bestimmte Güterumgehungsbahn nach Grüna. Empfangsgebäude und Vorplatz des Chemnitzer Hauptbahnhofes Heute verkehren nach Dresden und Zwickau Regionalbahnen im Stundentakt, darüber hinaus bedienen ausgehend von Dresden Regional-Express- und Interregio-Express-Züge die Sachsenmagistrale bis Hof und Nürnberg. Ein Regional-Express verknüpft Chemnitz über die Mitte-Deutschland-Verbindung mit Erfurt und Göttingen. Stündlich stellen Regional-Express-Züge die Verbindung zum nationalen Knoten Leipzig Hbf. sicher. Auf den Strecken in Richtung Vejprty (Weipert) und Olbernhau über Flöha sowie nach Aue verkehren Regionalbahnen der Erzgebirgsbahn. Die Strecken nach Stollberg, Burgstädt und Hainichen werden durch die City-Bahn Chemnitz befahren. Die Strecken nach Grüna/Wüstenbrand und Limbach-Oberfrohna werden weder für Personen- noch für Güterverkehr in Anspruch genommen. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es durch diese Umstände Diskussionen in der Stadt, welche die politisch Verantwortlichen auffordern, sich um eine Verbesserung der Anbindung zu bemühen. Diesen negativen Umstand wollte die Deutsche Bahn mit dem am 11. Dezember 2005 in Betrieb gesetzten Chemnitz-Leipzig-Express (CLEX) und der Kampagne „Start-Ziel-Sieg: 59 Minuten von Chemnitz nach Leipzig“ beheben. Zwar wurde die Strecke nach Leipzig in den vergangenen Jahren für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut, jedoch ist die Bahnstrecke teilweise eingleisig und zudem nicht elektrifiziert. Auch im Eisenbahngüterverkehr ist Chemnitz nach Stilllegung und Abbruch des Rangierbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf kein Eisenbahnknoten mehr. Seit Einstellung des Interregios Berlin–Riesa–Chemnitz im Jahre 2006 ist der privat betriebene Vogtland-Express die einzige Fernverkehrsverbindung Chemnitz’. (Quelle: Wikipedia)
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Chemnitz ist heute die in Mitteldeutschland am stärksten industrialisierte Region. Die Kernbranchen Automobilindustrie und Maschinenbau sind eng vernetzt mit einer breiten Basis aus Unternehmen angrenzender Branchen, vor allem der Werkstoff- und Beschichtungstechnik, Metallverarbeitung, Automatisierungstechnik und Mikrosystemtechnik. Diese Systemkompetenz und eine starke Präsenz von unternehmensnahen Dienstleistern sorgen für eine umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette. Seit 1995 entstanden in Chemnitz und der Region mehr als 7.000 neue Unternehmen. Namhafte Firmen wie das Volkswagen-Motorenwerk, ThyssenKrupp, Continental und IBM sowie Hörmann Rawema und die Union Werkzeugmaschinen GmbH haben ihren Sitz in Chemnitz. Auch viele ausländische Investoren vertrauen dem Standort: Starrag (Schweiz) fusionierte mit Heckert. Die Unternehmen Niles Simmons (USA), Barmag (Schweiz) und Anchor Lamina (Kanada) haben sich ganz bewusst für Chemnitz entschieden. Eine Schlüsselrolle in der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt spielt das verarbeitende Gewerbe. Im Jahr 2008 betrug das Umsatzwachstum 8,8 Prozent. Damit ist die Industrie in Chemnitz bereits im vierten Jahr in Folge stärker gewachsen als in Deutschland. Die Arbeitslosenquote in Chemnitz lag im Jahr 2008 bei durchschnittlich 13 Prozent.[16] Das ist der niedrigste Wert seit 15 Jahren. In Chemnitz arbeiten rund 107.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Seit dem Jahr 2006 nimmt die Zahl stetig zu. 15,6 Prozent der Beschäftigten in Chemnitz waren im Jahr 2007 hochqualifizierte Arbeitskräfte mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2006 rund 6,6 Milliarden Euro. Das entspricht 26.710 Euro pro Einwohner oder 45.172 Euro je Erwerbstätigen. Damit belege Chemnitz hinsichtlich der Wirtschaftsleistung (gemessen am BIP je Einwohner) deutschlandweit einen Platz im vorderen Drittel, innerhalb von Sachsen Platz 2 von 13. In der nationalen Presse macht Chemnitz als Aufsteiger des Jahres 2008 im Ranking der 50 größten Städte Deutschlands von sich Reden. Im jährlichen erscheinenden Städteranking der Wirtschaftswoche verbesserte sich Chemnitz um 14 Plätze und nimmt nunmehr eine Position im gesamtdeutschen Mittelfeld ein. Chemnitz zählt zum fünften Mal in Folge zu den zehn wachstumsstärksten Städten. Auch hinsichtlich der Wirtschaftsfreundlichkeit der Stadt belegt Chemnitz 2008 einen dritten Platz und rangiert damit zum dritten Mal in Folge unter den Besten Zehn. (Quelle: Wikipedia)
Die Talsperre Euba befindet sich in Euba, einem östlichen Stadtteil von Chemnitz im Freistaat Sachsen. Die Talsperre wurde von 1911 bis 1914 zur Wasserversorgung der Dampflokomotiven im Rangierbahnhof Hilbersdorf gebaut. Die Mauer besteht aus den Gesteinen, die aus dem benachbarten Steinbruch, dem späteren Eibsee, gewonnen und mit einer Feldeisenbahn zum Stausee befördert wurden. Die Staumauer der Talsperre Euba ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk nach dem Intze-Prinzip. Das gestaute Gewässer ist der Talsperrenbach im Flussgebiet der Freiberger Mulde. Die Talsperre wird heute nicht mehr genutzt und ist nur geringfügig eingestaut. Baden, Angeln, Freizeitsport etc. im und um dem Stausee ist verboten, wird aber dennoch wild weiterbetrieben. An der Rückwand befinden sich Bohrhaken, sodass sie zum Sportklettern genutzt werden kann. Der 2008 gegründete Verein "Rettet die Talsperre Euba! e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, die schon seit längerer Zeit vernachlässigte Talsperre Euba vor dem drohenden Verfall zu retten und den Einwohnern der Gemeinde Euba, der Stadt Chemnitz und den umliegenden Gemeinden wieder als Erholungsanlage zur Verfügung zu stellen. (Quelle: Wikipedia)
Euba, der erste nach der Wiedervereinigung eingemeindete Chemnitzer Stadtteil, hat bis heute seinen dörflichen Charakter behalten. An Euba grenzen die Stadtteile Hilbersdorf, Adelsberg und Kleinolbersdorf-Altenhain sowie die Stadt Flöha, die Gemarkung Oberwiesa der Gemeinde Niederwiesa und der Ortsteil Erdmannsdorf der Stadt Augustusburg. Höchste Erhebungen sind der Galgenberg (472,7 m) und der Katzenberg (471,4 m). Umsäumt ist Euba von den Wäldern „Struth“, „Schwarz-“ und „Zeisigwald“. Bekanntestes Bauwerk Eubas ist die Talsperre im südwestlichen Ortsteil. Das Waldhufendorf Euba, vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts gegründet, wurde 1250 als „Iwen“ in den Meißner Bistumsartikeln erstmals in einer Urkunde erwähnt. Zu dieser Zeit gehörte das Dorf zur Herrschaft Waldenburg. Nachdem Euba 1323 durch die Schellenberger Fehde unter die Herrschaft der Wettiner gelangte, wurde es vermutlich schon Amtsdorf – spätestens Ende des 16. Jahrhunderts war es dem Amt Augustusburg unterstellt. Bis zur Eingemeindung nach Chemnitz im Jahr 1994 bildete Euba eine selbständige Gemeinde. Schon früh war Euba ein mittelalterlicher Herrensitz. Eine Wasserburg diente dem Lehnsherrn als Wohnsitz. Das Lehngut besaß die Gerichtsbarkeit sowie das Brau- und Schankrecht. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts sind im unteren Ortsteil Eubas Gold-Seifen betrieben worden. Von den Kriegswirren des Hussitenkrieges, des Schmalkaldischen Krieges und des Dreißigjährigen Krieges blieb Euba nicht verschont. Die Pest wütete zusätzlich im Jahr 1633 im Dorf. Im 18. Jahrhundert arbeiteten die Eubaer nicht nur in den nahegelegenen Steinbrüchen des Zeisigwalds, sondern trugen bis 1870 auch in den ortseigenen – auf dem Wachtelberg und dem Bergeshöh – Schiefer ab. Entlang der von West nach Ost führenden Eubaer Straße fährt die Buslinie 83 der CVAG vom Chemnitzer Gablenzplatz bis zum Ortskern und dann weiter nach Norden auf der Hauptstraße bis Ober- und Niederwiesa. Die am Westrand am Weißen Weg gelegenen Siedlungsgebiete „Beutenberg-Häuser“, „Neueuba“ und „Anton-Günther-Siedlung“ werden mit der Buslinie 86 bedient. Geplant ist die Erweiterung des Südverbundes östlich dieser Siedlungen von der Augustusburger Straße bis zur Dresdner und Frankenberger Straße. (Quelle: Wikipedia)
Die Stadt besteht aus 39 Stadtteilen. Die Stadtteile Einsiedel, Euba, Grüna, Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Mittelbach, Röhrsdorf und Wittgensdorf sind zugleich Ortschaften im Sinne der §§ 65 bis 68 der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese Stadtteile kamen im Zuge der letzten Eingemeindungswelle nach 1990 als ehemals eigenständige Gemeinden zur Stadt Chemnitz und genießen daher diese Sonderstellung gegenüber den anderen Stadtteilen. Für diese Ortschaften gibt es je einen Ortschaftsrat, welcher, abhängig von der Einwohnerzahl der betreffenden Ortschaft, zwischen zehn und 16 Mitglieder sowie einen Ortsvorsteher als Vorsitzenden derselben umfasst. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Eine endgültige Entscheidung obliegt jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt Chemnitz. Die amtliche Kennzeichnung der Stadtteile durch Nummern erfolgt nach folgendem Prinzip: Ausgehend vom Stadtzentrum (Stadtteile Zentrum und Schloßchemnitz) werden allen anderen Stadtteilen im Uhrzeigersinn in aufsteigender Folge die Zehnerstelle ihrer Kennzahl zugeordnet, die Einerstelle wird in Richtung Stadtperipherie in aufsteigender Folge vergeben. (Quelle: Wikipedia)
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